Motivation

Der Verkehrsfluss im Ruhrgebiet steht seit Jahrzehnten für die Exportstärke der Region. Ein Großteil der Logistik erfolgt über die Straße, die durch ihr engmaschiges Netz die Region vereint. Der Instandhaltungs-, Neubau-, sowie Sanierungsaufwand wächst mit dem zunehmenden Verkehr und trägt zu punktuellen Überbelastung von Streckenabschnitten bei.

Die zumeist unabhängig von der Umgebung geplante und durchgeführte Abwicklung der Bauvorhaben trägt weitere Belastungen in das Verkehrsnetz hinein. Den mangelnden Informationsfluss zwischen Bauausführenden, Lieferanten und Verkehrsplanern gilt es in diesem Projekt zu verbessern, um eine neuartige Ressourcen- und Umweltschonende Baulogistik zu etablieren.

Ziel des Projekts

Die negative Beeinflussung durch lange Bauzeiten, ungünstigen Zulieferverkehr, nicht korrekt dimensionierte Lagerflächen gilt es im Sinne der Ökologie und Ökonomie zu minimieren.
Das Kernziel des Vorhabens ist es Behinderungen des Verkehrsflusses durch Baustellen zu reduzieren und Ressourcen und Umwelt zu schonen.
Ein systematisierter Bestellablauf, der eine Bündelung der Anlieferung ermöglicht, reduziert die Anzahl der Einzeltransporte und birgt somit viel Einsparpotenzial. Die Koordination der Abtransporte, der Lagerflächen und weiterer Ressourcen auf Bauvorhaben wird als weitere Schlüsselstelle in der Bauausführung betrachtet. Anhand von anwenderfreundlichen Werkzeugen soll eine Optimierung erreicht werden, die für weitere Vorhaben Erfahrungen sammelt und eine Grundlage für Entwicklungen schafft.

Innovationen

Im Verbundprojekt Minimalinvasive Baumaßnahmen entwickeln die Projektpartner eine technische Lösung zur Reduzierung der Behinderungen des Verkehrsflusses durch Baumaßnahmen.
Eingesetzte Basistechnologie sind das Internet als Plattform für webbasierte Anwendungen sowie vernetzte Planungs- und Steuerungssoftware für die Baulogistik.
Das Vorhaben dient der Entwicklung eines kombinierten Produkts mit neuartigen Services, innovativen Technologien und Fachwissen zur
logistisch optimierter Abwicklung von Baustellen mit minimalem Einfluss auf das umgebene Logistiknetzwerk.
Die zentrale Innovation liegt in der Entwicklung und Markteinführung eines Informationsterminals für bauausführende Unternehmen, das über standardisierte Schnittstellen Abrufvorgänge bei verschiedenen Zulieferern auf Baustellen elektronisch erfasst und so die entscheidenden Hemmnisse bei der Logistikoptimierung auf Baustellen behebt.

EffizienzCluster LogistikRuhr

Das Verbundprojekt „Minimalinvasive Baumaßnahmen folgt dem Leitthema „Güterverkehrsmanagement“. Dies ist eines von sieben Leitthemen, die die Verbundprojekte des EffizienzClusters LogistikRuhr in Themenbereiche gliedern.
Die Ergebnisse des Leitthemas „Güterverkehrsmanagement“ dienen der Vorbeugung eines zukünftigen Verkehrsinfarktes.
Um die Leistungsfähigkeit der einzelnen Verkehrsträger nicht zu überschreiten, ist eine flexible Verteilung der transportierten Waren auf unterschiedliche Verkehrsträger notwendig. Zur optimalen Planung dieser Verteilung werden in den Verbundprojekten Softwaresysteme entwickelt, die auf die Stärken der einzelnen Verkehrsträger setzen. Besondere Beachtung erfahren dabei die umweltfreundlichen Verkehrsträger Schiff und Bahn. Eine Erhöhung der Sicherheit und der Qualität sind die positive Folge.

 

Projektkonsortium